Kitsurfen in Südfrankreich

Wenn im Sommer die Schneeverhältnisse schlecht und das Wetter rauh sind, dann zögere ich nicht lange und packe mein Brett für's Wasser..

Seit einiger Zeit lässt nicht nur das Gleiten über den Schnee mein Herz höher schlagen, sondern auch das Hüpfen über tanzende Wellen im Meer. Beim Kitesurfen kann man sich so richtig schön den Kopf freipusten lassen und das beste daran: Ich muss nicht auf mein Brett unter den Füssen verzichten! 

Ende Juli war es mal wieder soweit und ich habe kurzerhand meine sieben Sachen gepackt und bin bis nach Südfrankreich in die Camargue gefahren. Im Niemandsland und zwischen unzähligen Sanddünen angekommen, war ich total happy über den starken und stetigen Wind. Dass mir dieser nur kurze Zeit später mehr Schwierigkeiten als Spass bereiten würde, hätte ich nicht gedacht. Die ersten Kiteversuche klappten ziemlich gut und ich war auch für die nächsten Tage top motiviert. An Schlafen im Zelt war jedoch nicht zu denken. Der Wind liess mein kleines Stoffhäusschen derart erzittern, dass ich mitten in der Nacht Aktion "Zelt abbrechen" starten musste und ins Auto flüchtete. Nichts desto trotz, fühlte ich mich auch am nächsten Morgen ziemlich fit und munter. So megamässig munter, dass ich mich trotz sehr starken Wind ins Wasser traute. Diese Aktion musste ich dann mit einem Schaden am Kite bezahlen. Obwohl ich handwerklich einigermassen geschickt bin, konnte ich diesen Schaden nicht auf die Schnelle beheben. Naja, die schlechte Infrastruktur in den Kiteshops und die "Laisser-faire" Manier der Franzosen, haben mir da auch nicht gerade in die Hände gespielt. 

 

C'est la vie und in diesem Sinne habe ich in den darauffolgenden Tage das entspannte sommerliche savoir vivre genossen.